Stadtverband Bruchsal
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Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung einen großen und entscheidenden Schritt getan, um den gesetzlichen Anspruch auf Betreuung von unter 3-Jährigen zu ermöglichen. Mit dem beschlossenen Paket werden drei neue Betreuungsmöglichkeiten eröffnet:
Die Sanierung des Kinderhauses St. Raphael bietet eine enorme Flexibilität, um auf Veränderungen in der Betreuung zu reagieren. Die Bereiche Kita, Hort und Heim bleiben unter einem Dach, Synergieeffekte beim pädagogischen Personal und bei der pädagogischen Arbeit sind möglich. Das wertvolle Außengelände bleibt erhalten.
Die AWO als Träger der Kita in der Prinz-Wilhelm-Straße erhöht die Trägervielfalt. Mit der Ausschöpfung aller Sanierungsmittel von Bund und Land wird der Investitionskostenzuschuss der Stadt vergleichsweise niedrig, eine neue Kita ist zu diesen Konditionen anderweitig nicht zu realisieren.
Mit dem Neubau des Kinderhauses St.Josef bei der Josefskirche bekommt die Weststadt eine dringend benötigte größere und zukunftsfähige Kita. Die Sanierung des alten Gebäudes wäre nicht zukunftsfähig und absolut unwirtschaftlich: das pädagogische Angebot würde verkleinert, Krippenplätze wären überhaupt nicht möglich. Im Neubau entstehen sechs Gruppen, 2 Krippen und 4 flexible Gruppen für 3-6 Jährige - neue pädagogische Möglichkeiten auf dem neuen Gelände.
Mit der Verwirklichung dieser drei Projekte ist Bruchsal für die Zukunft gerüstet. Die Betreuung und Bildung von Kindern unter 6 Jahren ist damit gewährleistet. Was ist aber in der Grundschulzeit? Hier besteht in der Kernstadt eine „Betreuungslücke“. Diese ist durch den Ausbau der Hebel-Grundschule zur“ offenen“ Ganztagesschule (optimale Geländevoraussetzungen, gute pädagogische Konzeption, größte GS in Bruchsal...) bis zum Schuljahr 2013/14 dringend zu schließen.
11.04.12, Raimund Glastetter
zur Berichterstattung über die Abteilungsversammlung der Feuerwehr Bruchsal
"Der Gemeinderat glänzt durch Abwesenheit!" - und das bei einer Versammlung der Feuerwehr. Vielleicht lässt sich eine solche Meldung in Zukunft verhindern, wenn die Stadträtinnen und Stadträte zu einer solchen Versammlung auch eingeladen werden.
Eine Einladung zur Versammlung der Kernstadt-Feuerwehr haben lediglich die Fraktionsvorsitzenden bekommen. Bei über 200 Einladungen pro Jahr, die jeder von uns bekommt, müssen wir sehr genau auswählen, welche Termine wir wahrnehmen können. Deshalb besuchen die Vertreter der Fraktionen jedes Jahr die Hauptversammlung der Gesamtwehr der Stadt Bruchsal.
Unsere Feuerwehr wird vom Gemeinderat mit allem Sinnvollen ausgestattet, das wir uns in der aktuellen Finanzlage leisten können. Die Platznot im Feuerwehrhaus der Kernstadt haben wir durch den sehr teuren Anbau von Garagen schon vor einigen Jahren beseitigt.
Und auch mit der Frage des zugeparkten Hofs der Feuerwehr haben wir uns sehr genau beschäftigt: Dort parken keine unbekannten Dritten, sondern die Angehörigen der Feuerwehrleute. Dieses Problem muss die Feuerwehr also intern lösen.
Wir schätzen den aufopfernden Einsatz unserer Feuerwehrfrauen und -männer und haben großen Respekt vor ihrer Leistung. Vielleicht haben die ehrenamtlichen Stadträtinnen und Stadträte für ihr nicht weniger umfangreiches Engagement zum Wohle unserer Stadt ebenfalls ein wenig Respekt und Anerkennung verdient.
10.04.12, die Fraktionsvorsitzenden Foos, Rupalla, Holoch
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Einen spektakulären Gast und eine denkwürdige Veranstaltung konnte die CDU Bruchsal ihren Mitgliedern und interessierten Bürgern anbieten. Anlässlich des Jahresempfangs 2012 kam kein geringerer als Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble in die Barockstadt.
Mehr als 600 Besucher waren ins Bürgerzentrum geströmt, und sie erlebten einen aufgeräumten und schlagfertigen Minister. „Ich bin heute lieber in Brusl als in Brüssel“, so bekannte Wolfgang Schäuble zu Beginn seiner Rede. Begrüßt wurde Schäuble durch den Bruchsaler CDU-Ehrenvorsitzenden Werner Stark und MdB Olav Gutting – er hatte den Minister in seine badische Heimat gelotst.
In seiner gut einstündigen Rede brach der Finanzminister eine Lanze für den Euro und den Prozess der europäischen Integration. Die derzeitige Krise des Euro sieht Wolfgang Schäuble auch als Chance für das Erreichen eines nachhaltigen Wachstums in Europa, dem große wirtschaftliche bzw. soziale Probleme bei den wirtschaftlichen Supermächten USA und China gegenüberstehen.
Im Rahmen seiner kurzweiligen Ausführungen streifte der dienstälteste Bundestagsabgeordnete weitere Themen vom arabischen Frühling bis zur Solarförderung, und er stand den Besuchern noch einige Zeit für Fragen zur Verfügung.
Beeindruckt zeigten sich die Besucher von der Persönlichkeit und dem rhetorischen Geschick Wolfgang Schäubles – vor allem aber auch von der seltenen Gelegenheit, einen Spitzenpolitiker „hautnah“ zu erleben, und dies allen strengen Sicherheitsvorkehrungen zum Trotz.
Insgesamt hat das Team um den CDU-Vorsitzenden Willi Funk eine äußerst gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt. Neben dem Auftritt des Ministers blieb aber auch noch ausreichend Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen in geselliger Runde.
Thomas Barth